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Pressebericht Bistum Mainz

2. Workcamp in Starigrad kod Senja/Kroatien

Die Arbeitsloseninitiative Kompass ein Projekt der Arbeitnehmer- und Betriebsseelsorge - Arbeitslosenseelsorge Regionalstelle Darmstadt in Kooperation mit dem Caritas Zentrum Erbach und dem Diakonischen Werk Odenwald veranstaltete vom 5. bis zum 14. September sein zweites Workcamp in Starigrad kod Senja/Kroatien, einem kleinen Dorf gegenüber der Insel Rab gelegen.

Am 4. September brach eine Gruppe von 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in ein Haus der „Vereinigung der Freunde und Förderer der katholischen Kirche Starigrad e.V.“ auf. Dieser Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kirchengemeinde in Starigrad und die Diözese Gospic-Senj finanziell und ideell zu unterstützen Untergebracht war die Gruppe in diesem ehemaligen Pfarrhaus, das die Vereinigung der Freunde und Förderer der Katholischen Kirche Starigrad e. V. zu einer ferienheimähnlichen Einrichtung für Familien mit Kindern und Jugendgruppen umgebaut hat. Der 1982 gegründete Verein hat aus einer Ruine ein Ferienhaus mit 12 Betten in Eigenhilfe errichtet. Es liegt in Starigrad, 20 m vom Hafen und ca. 80 km südlich von Rijeka am Fuße des Velebit in Kroatien.

Neben dem organisieren und versorgen der Gruppe standen täglich bis zu 4 Stunden Arbeit an.

Entrümpelung und Vorbereiten der Garage zur Estrichverlegung im Herbst, Reinigungs- und Aufräumungsarbeiten im und um das Haus, Malerarbeiten an dem Terrassengeländer, am Vordach der Haustür, am Pumpenraum, an den Läden und Fenstern, Austausch von Steckdosen in Küche und Terrasse wurden ausgeführt.

Die Freizeitgestaltung kam auch nicht zu kurz.

So war Baden am 20m entfernten Küstenstreifen möglich und wurde auch begeistert genutzt. Das Restaurieren und Fahren mit einem Segelboot unter Anleitung von Stefan Pinkert (Diakonisches Werk Odenwald) war ein Höhepunkt der Fahrt.

Ein weiterer Höhepunkt war ein Ausflug nach Zadar, einer antiken Stadt mit jungem Flair und vielen Stundenten in Norddalmatien. „Maraska“ ein traditioneller Hersteller des Maraschinolikörs für den Zadar berühmt geworden ist, der aus Kirschen gewonnen wird hat zum Wohlstand der Stadt beigetragen. Bereits im 17 Jahrhundert florierte der Handel. Das Originalrezept der 32 prozentigen Spirituose soll bereits im 16. Jahrhundert im örtlichen Dominikanerkloster entstanden sein.

Heute ist die Küstenstadt Zadar um eine architektonische Einzigartigkeit reicher: die Meeresorgeln (Morske orgulje). Die Treppe aus weißem Marmor erstreckt sich über eine Länge von 75 Metern und fällt kaskadenartig ins Wasser ab. Wellen und Wind sind Orchester und Komponist zugleich. Sie pressen Luft in 35 Plastikrohre, die in ebenso viele Pfeifenöffnungen an der Oberfläche der Uferpromenade münden. Die Luft wird von Luftlöchern in der Treppe angesogen und mit der nächsten Wellenbewegung durch die Pfeifen hinausgedrückt. Entsprechend entstehen nur Töne wenn sich das Meer auch bewegt. Die Melodie der Meeresorgeln, die der Architekt und Steinmetz Nikola Basic 2005 geschaffen hat, lehnt sich an traditionelle dalmatinische A-capella-Gesänge einer „Klapa“ an.

Ein Besuch der Stadt Senj, dem Handlungs- und Drehort der „Roten Zora und ihre Bande“, eines Kinderbuchklassikers von Kurt Held war ein weiterer Bestandteil des Freizeitprogramms.

Das Kochen hatten Renate Damm und Karin Puschmann übernommen. Ein Highlight waren die zubereiteten Makrelen, frisch gefangen von einem 80 jährigen Fischer Frane, der mit seiner Frau Milka täglich abends ca. 300 Meter Netze ins Meer stellt und am frühen Morgen wieder einholt. Alle waren begeistert von der hervorragenden Verpflegung.

Die Abende standen der Gruppe zur freien Verfügung. Oft wurden sie mit Singen und Kartenspielen verbracht.

Leider mussten alle Mitfahrer das idyllische Dorf über die enge Serpentinenstraße verlassen und kamen nach einer wiederum 12 stündigen Fahrt am Sonntagmorgen, den 14. September wieder in Erbach an.

Heinz Jöst - bruno.schumacherbistum-mainz.de

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(Autor/in des Artikels: Pia C. Kuner 2015-01-29 03:43)