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Erwerbslosenverein Tacheles - Informationen rund um SGB II, Sozialrecht, soziale Ausgrenzung und Gegenwehr

Unser Name ist Programm

Der Verein Tacheles redet Tacheles, wenn es um die Rechte sozial benachteiligter und erwerbsloser Menschen geht. Seit nunmehr fast 21 Jahren macht der Verein auf Prozesse sozialer Ausgrenzung sowie die Einschränkung der Rechte "Armer" aufmerksam und formuliert im Namen der Betroffenen Forderungen an verantwortliche Stellen (mehr dazu hier…). Gegründet wurde der Verein 1994 als Selbsthilfeinitiative von Betroffenen für Betroffene. Durch seine erfolgreiche Arbeit und klare Positionierung auf der Seite von Leistungsbeziehenden hat es Tacheles zu bundesweiter Bekanntheit und Anerkennung gebracht.

Ein Gründungsanlass, die tödlichen Brandanschläge von Solingen und Mölln, stellt den direkten Zusammenhang zwischen rassistischer Gewalt und sozialer Ausgrenzung her. Tacheles e.V. begreift das Streben für materielle und rechtliche Verbesserungen als emanzipatorischen Prozess, in den alle von Lohndumping, Sozialabbau und der Einschränkung demokratischer Rechte Betroffenen eingebunden werden müssen. Der Verein tritt offensiv für ein Bündnis von Erwerbslosen und lohnabhängig Beschäftigten ein und verurteilt Faschismus, Rassismus und alle Formen der Diskriminierung. Er wirkt mit seiner alltäglichen Widerstandspraxis einer Instrumentalisierung des sozialen Elends durch Nazis entgegen.

Der überwiegende Teil der Vereinsarbeit wird ehrenamtlich ausgeübt. Der wirtschaftliche Betrieb des Café Tacheles im ehemaligen Loher Bahnhof in Unterbarmen wird durch Beschäftigte sichergestellt.

Nach der Einstellung der Förderung für Arbeitslosenzentren im Jahr 2009 hat Tacheles sich einen neues finanzielles Standbein aufgebaut, indem ein für Anwältinnen und Anwälte gebührenpflichtiges Adressverzeichnis geschaffen wurde (www.my-sozialberatung.de). Damit konnte die Grundlage für eine behördenunabhängige Finanzierung geschaffen werden.

(Autor/in des Artikels: Pia C. Kuner 2016-10-27 09:34)